Wunderbares Wetter und eine Sicht bis zu den Alpen empfing die Teilnehmer und Zuschauer des Taronga Parkmassakers an diesem 1. Advent. Die ersten Bewerber trafen bereits um 11:45 Uhr ein und konnten es kaum erwarten, endlich die Strecke zu besichtigen und sich aufs Velo zu schwingen. Innerhalb weniger Minuten erschienen die Teilnehmer so zahlreich, dass es für die Nachzügler leider keine Start-Nummer mehr gab, da das Feld dem Rundkurs entsprechend auf 30 Personen beschränkt wurde. Wir hoffen so den Bedingungen (überschaubarkeit und Grösse des Kurses, Schlüsselstellen und Hindernisse) gerecht zu werden und ein fehlerfreies Rundenprotokoll zu garantieren.
Dass die Parkmassaker-Anhänger dabei auch zu mehr Pünktlichkeit motiviert werden ist ein angenehmer Nebeneffekt: Tatsächlich haben es nicht nur Etliche geschafft, rechtzeitig einzutreffen, sondern auch sich das Anmeldeformular bereits daheim auszudrucken und leserlich ausgefüllt mitzubringen. Bravo, die Parkmassaker-Administration dankt es euch.
Der in der gleissenden Wintersonne glitzernde Kurs war lang und mit ein paar technischen Schlüsselstellen gespickt: erst musste eine Bank überquert werden, dann umrundete man nach zwei Wendepunkten einen kleinen Hügel, worauf nach weiteren Kurven die Strecke über ein paar Wellen ans andere Ende der Anlage führte. Danach musste man sich durch ein mittels enger Baumgruppe erzeugtes Nadelöhr schlängeln, das lediglich Platz für einen einzigen Fahrer bot. Als Höhepunkt folgte die Fahrt durch das Kinderbecken und das Bezwingen seiner steilen Ufer. An dieser Stelle entlockten spektakuläre Manöver den Zuschauern immer wieder Laute des Erstaunens, die Parkmassaker-Kru hat aber vorsorglich zwei kleine Rampen erstellt, so dass niemand Gefahr lief, sich an der Beckeneinfassung einen Schlangenbiss einzuhandeln und wegen einem platten Reifen das Rennen vorzeitig aufgeben zu müssen.
Die Rundfahrt ging ohne Zwischenfälle von statten und auch die zahlreichen Schaulustigen kamen auf ihre Kosten. Durch das forcierte Tempo von Reto Leupp und Reto Wälchli kam es sehr früh zu überrundungen, sodass bald feststand, dass diese Rundfahrt nicht ewig dauern würde. Trotzdem haben viele die Länge des Kurses unterschätzt und mussten ihrer anfänglichen Euphorie Rechnung tragen: einige der abgeschlagenen und deshalb überrundeten Teilnehmer kamen mit einem leisen "Danke schön" auf den Lippen zurück ins Lager, sichtlich froh darüber, dass sie endlich von ihren Strapazen erlöst wurden. Trotzdem hielten sich ein paar wenige verbissen und mit Bravour in der Verfolgergruppe, so wurde Michael Seger verdient Dritter, nach dem der führenden Reto Wälchli auch noch seinen Rivalen Reto Leupp auf den letzten vier Runden distanzieren konnte und so dieses Parkmassaker für sich entschied.
In Anbetracht der frostigen Temperaturen, da langsam Schneewolken aufzogen und eine steife Bise mit sich brachten, schritt man zur Siegehrung und Reto Wälchli wählte unter tosendem Applaus die 661-Mütze von Biroma, eine weise Entscheidung zu dieser Jahreszeit. Reto Leupp eignete sich ein wunderschönes Velo-Trikot aus den Fünfzigern von Backyard an worauf Michael Seger den Gutschein für einen Kasten Bier nach Wahl von Turbinenbräu sein Eigen nannte.
Alles in allem ein hervorragender Saison-Start und zur Freude aller Beteiligter wurde gleich beim ersten mal das Starter-Maximum von 30 Personen erreicht. Nur bedauern wir zutiefst, dass sich leider wieder wie so oft keine Frauen an den Start trauten. Wir möchten an dieser Stelle noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, dass Vertreter des weiblichen Geschlechts mit ihren Fahrrädern herzlich willkommen sind und keine Angst zu haben brauchen, wir beissen nicht.
Nach der Rundfahrt wurde der "Tisch" reichlich gedeckt und die Bäckerei Jung hat uns wirklich grosszügig mit Gebäck aller Art versorgt, sodass sogar noch das eine und andere Brot den Weg in eine neue Bleibe fand. Peter vom Transa war mit zwei drittel seiner Töchter erschienen und schenkte allen reichlich Glühwein aus, bis auch der letzte Tropfen die durchfrorenen Gemüter erwärmte. Danach zerstreute sich der Haufen in alle Winde und die PM-Kru sorgte dafür, dass der Tatort von sämtlichen Spuren befreit wurde. Wir danken dafür, dass alle so rücksichtsvoll und hilfsbereit sind und freuen uns, euch alle wieder am 18. Dezember begrüssen zu dürfen, wenn ihr nicht auch schon vorher in Basel am Start anzutreffen seid.
Die Parkmassaker-Kru