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Mit grosser Freude durften wir zum Saison-Auftakt 09/10 ganze 20 Fahrer begrüssen, wovon viele ihre zum Teil frischgebackene Familie im Gepäck hatten, was die Kinderwagendichte an diesem Sonntag in Stettbach vehement nach oben korrigierte. 20 Fahrer? Nein, 21 Fahrer, der Frischling bei der GPR (wir hoffen durch diese Erwähnung vielleicht mal einen Preis gesponsert zu bekommen) stiess etwas später zur PM-Truppe, als die "Operation Tundra" schon fast im Gange war.
Auf weibliche Teilnehmer warten wir immer noch sehnlichst, da wir es langsam satt sind, die eigens dafür vorgesehenen Preise jedesmal nach erledigter Übung ins Publikum verschenken zu müssen!
Viele der Zuschauer trauten ihren Augen nicht, als wir sie zum Rundkurs führten aber begriffen ziemlich schnell, wie der Name dieser Rundfahrt zustande gekommen ist. Nachdem die Rennleitung kurz den Kurs erläuterte und zu Fairness, Vorsicht und Rücksicht aufrief, wurde die Strecke gleich abgeschritten und das Starterfeld am Waldrand platziert. Leider verhakte sich nach erfolgtem Flaggensignal in der Hitze des Gefechts eine Pedale im Vorderrad des Gewinners des letzten Grand Prix de Luxe und riss das Ventil ab, so dass er, obwohl unter Kennern als einer der primären Favoriten gehandelt, unverichterter Dinge wieder heimkehren musste. Wie wir ihn aber kennen lässt er sich davon nicht entmutigen sondern sieht dieses Malheur wohl mehr als Anlass und Motivation, wärend den nächsten drei Rundfahrten das Feld von hinten aufzurollen.
Mit fortlaufender Dauer dieser Rundfahrt versuchten einige Teilnehmer tatsächlich auch unaufgefordert in die Boxengasse einzubiegen und fluchten laut, wenn sie von der Rennleitung auf eine weitere Runde geschickt wurden. Doch mit dem neuen Rundenprotokoll und einer auf drei Mann aufgestockten Rennleitung, bestehend aus Späher, Schreiber und Terminator, war ganz klar, wer wann und wo auf welcher Position lag. Ganz klar? Nein, abgelenkt durch neugierige Zuschauer schlich sich bei der Premiere dieses Systems ein kleiner Fehler ein, der aber in der folgenden Runde gleich wieder korrigiert wurde und für den wir uns in aller Öffentlichkeit bei Simpi noch einmal entschuldigen möchten und der deswegen zum Schluss einen ganzen Rang besser gewertet wurde.
Nach ein paar taktischen Positionswechseln in der Fluchtgruppe griff Uwe Trummer von Grindracing in der zweitletzten Runde an, zündete regelrecht einen unsichtbaren Turbo mit unheimlich viel Ladedruck und nahm seinen direkten Kontrahenten über die Hälfte des Kurses kurzerhand 150m ab. Auch wenn er uns nachher erzählte, er sei dabei fast eingebrochen, glauben wir trotzdem ganz fest, dass in seinen Adern kein Blut fliesst sondern ladeluftgekühltes Lachgas.
Mit Bravour wurde er Erster, dicht gefolgt von Thomas Kern auf dem zweiten Platz und einem etwas gemütlicher ausfahrenden Stefan Hess als Dritter. Respekt gebührt an dieser Stelle auch Christoph Vetter von Flamme Rouge, der erst am Abend zuvor von einem 24h-Rennen in Aigle zurückkehrte und 1000 (ja, eintausend!!!) Runden auf der Bahn in den Beinen hatte.
Zusätzlich zu den Siegern dieser Rundfahrt krönten wir noch nachträglich Stefan Keller zum König der letzten Tourist Trophy, zu deren Abschluss er leider nicht erscheinen konnte.
Wir möchten natürlich auch wieder allen Teilnehmern, Zuschauern, Helfershelfer und Sponsoren danken, ohne die unsere Anlässe gar nicht möglich wären, ganz speziell diesmal der Bäckerei Jung, den Fahrradgeschäften Backyard, Velohenderson, Biroma, Wheelhouse und Flamme Rouge für die Preise sowie Turbinenbräu und Chris Hart für die freundliche und selbstlose Unterstützung. Ein grosses Dankeschön gebührt auch Opignon für den Trostpreis und den Neuzugängern bei der PM-Kru, die bestimmt noch wärend der laufenden Saison im passenden Moment näher vorgestellt werden.
Bis zum nächstes mal und danke für die Aufmerksamkeit (eines der schönsten Bilder dieser Rundfahrt, das die Stimmung und den Geist der Parkmassaker-Rundfahrten bestens reflektiert).
Eure Parkmassaker-Kru Zürich